Warum Dranbleiben manchmal wichtiger ist als die perfekte Übung
- Viola Baumert

- 1. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels sind bewusst vereinfacht und sollen eine erste Orientierung bieten. Jeder Hund entwickelt sich unterschiedlich. Die Gedanken in diesem Artikel spiegeln meine persönliche Sichtweise und Erfahrungen wider. Sie ersetzen keine individuelle Beratung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich fragt, ob es überhaupt noch einen Hundekurs braucht. Der Rückruf klappt doch meistens. Sitz, Platz und Leinenführigkeit kennen wir auch.
Eigentlich läuft es doch ganz gut. Und ganz ehrlich? Genau das freut mich.
Denn Hundetraining sollte nicht bedeuten, dass wir immer irgendein Problem haben müssen. Manchmal darf es auch einfach darum gehen, gemeinsam dranzubleiben und sich bewusst Zeit füreinander zu nehmen.
Hunde lernen ein Leben lang
Wenn wir etwas Neues lernen, denken wir oft, dass wir irgendwann «fertig» sind.
Aber so funktioniert Lernen eigentlich nicht.
Hunde lernen ihr ganzes Leben lang. Und wir Menschen übrigens auch.
Manches sitzt irgendwann richtig gut. Andere Dinge geraten wieder etwas in Vergessenheit. Und manches klappt zuhause wunderbar, draussen oder in einer neuen Umgebung plötzlich nicht mehr ganz so einfach. Das ist völlig normal.
Denn Hunde lernen aus Erfahrungen und aus verschiedenen Situationen. Bekanntes immer mal wieder aufzufrischen und an unterschiedlichen Orten zu üben, kann deshalb sehr wertvoll sein. Nicht, weil etwas schlecht läuft, sondern weil Lernen nie wirklich abgeschlossen ist.
Hunde sind erstaunlich gut darin, Zusammenhänge zu erkennen
Etwas, das ich im Training immer wieder spannend finde, ist, wie gut Hunde Situationen miteinander verknüpfen können. Viele Hunde lernen mit der Zeit sehr genau, in welchen Situationen bestimmte Dinge gefragt sind.
Und genau deshalb können neue Orte, neue Menschen oder andere Hunde so wertvoll sein.
Denn manchmal merken wir erst ausserhalb unseres gewohnten Umfelds, wie gut etwas wirklich funktioniert.
Wie orientiert sich unser Hund an uns? Wie gut gelingen Hundebegegnungen?
Wo braucht er noch Unterstützung? Und wo dürfen wir ihm vielleicht schon etwas mehr zutrauen?
Nicht, weil zuhause etwas schlecht läuft, sondern weil Hunde Verhalten nicht automatisch auf jede Situation übertragen.
Gemeinsam unterwegs darf auch einfach Spass machen
Nicht jedes Training muss ein Problem lösen.
Gemeinsames Training darf auch einfach ein schönes Hobby sein. Eine Möglichkeit, bewusst Zeit miteinander zu verbringen und gemeinsam etwas zu erleben.
Dafür muss man nicht zwingend auf dem Agilityplatz stehen oder grosse sportliche Ziele verfolgen, auch wenn das natürlich für viele Mensch-Hund-Teams eine tolle Beschäftigung sein kann.
Manchmal sind es gerade die kleinen gemeinsamen Abenteuer, die im Alltag für schöne Erinnerungen sorgen. Ein gemeinsamer Spaziergang neue Beschäftigungsideen oder
einfach die Freude daran, miteinander unterwegs zu sein.
Du hast Lust, gemeinsam mit deinem Hund dranzubleiben und Neues auszuprobieren?
In der coole Socke Gruppe – Gemeinsam unterwegs sowie der Special Edition stehen gemeinsame Erlebnisse, Alltagstraining und die Freude am gemeinsamen Unterwegssein im Mittelpunkt. Denn manchmal braucht es gar kein grosses Ziel. Manchmal reicht es, gemeinsam unterwegs zu sein und neues zu erleben.


