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Mehr Freiheit beginnt an der Leine: Warum Freilauf mehr ist als ein perfekter Rückruf

Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels sind bewusst vereinfacht und sollen eine erste Orientierung bieten. Jeder Hund entwickelt sich unterschiedlich und nicht jeder Hund muss ohne Leine laufen. Die Gedanken in diesem Artikel spiegeln meine persönliche Sichtweise und Erfahrungen wider. Sie ersetzen keine individuelle Beratung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Für viele Hundehalterinnen und Hundehalter gehört ein Spaziergang ohne Leine zu den grossen Zielen. Der Hund soll frei laufen dürfen, die Welt erkunden oder, wie man so schön sagt, «einfach Hund sein dürfen».

Und trotzdem soll er ansprechbar bleiben.

Doch so schön Freilauf sein kann, bedeutet er für mich weit mehr als einen perfekten Rückruf.


Freilauf ist kein Muss

Zuerst einmal:

Nicht jeder Hund muss komme was wolle immer ohne Leine laufen.

Und nicht jeder Hund wird überall und jederzeit frei unterwegs sein können.

Das hängt unter anderem von der Rasse, den bisherigen Erfahrungen, dem Jagdverhalten, der Umwelt und natürlich vom einzelnen Hund ab.

Deshalb ist ein Hund nicht weniger glücklich oder schlechter erzogen, nur weil er nicht überall ohne Leine läuft.

Mehr Freiheit entsteht durch Zusammenarbeit

Beim Freilauf denkt man oft zuerst daran, dass der Hund vorallem den perfekten Rückruf können muss. Und ja, ein zuverlässiger Rückruf ist wichtig.

Für entspannte Spaziergänge ohne Leine spielen aber oft noch viele weitere Dinge eine zentrale Rolle. Zum Beispiel:

  • Orientierung am Menschen

  • Impulskontrolle

  • Frustrationstoleranz

  • Distanzarbeit

  • gemeinsame Erfahrungen

  • Vertrauen und Zusammenarbeit

Auch wir Menschen dürfen Vertrauen lernen

Ein Hund ohne Leine braucht nicht nur Vertrauen in uns, auch wir Menschen dürfen lernen, unserem Hund und uns selbst zu vertrauen.

Natürlich sollen wir vorausschauend handeln, Verantwortung übernehmen und unseren Hund unter Kontrolle haben.

Gleichzeitig dürfen wir lernen, unseren Hund immer besser einzuschätzen und frühzeitig zu erkennen, wann er Unterstützung braucht und wann nicht.

Denn je nach Situation und Persönlichkeit des Hundes muss dieser nicht ständig kontrolliert, korrigiert oder bespasst werden.

Manchmal bedeutet Zusammenarbeit auch, dem Hund etwas zuzutrauen und ihn fair zu begleiten.


Manchmal ist die Leine die bessere Entscheidung

Ein verantwortungsvoller Umgang bedeutet auch, zu erkennen, wann die Leine die bessere Wahl ist. Nicht jeder Waldweg, jede Hundebegegnung oder jede Situation ist für jeden Hund ohne Leinenunterstützung geeignet.


Und genau das ist für mich keine Einschränkung, sondern ein wichtiger Teil von Freiheit.

Denn verantwortungsvoller Freilauf bedeutet nicht, den Hund möglichst oft abzuleinen, sondern ihn und seine Bedürfnisse realistisch einzuschätzen.


Du möchtest die Grundlagen für entspannte Spaziergänge ohne Leine kennenlernen?

Im Aufbaukurs – Grundlagen für Spaziergänge ohne Leine beschäftigen wir uns unter anderem mit Orientierung, Rückruf, Distanzarbeit und Freifolge.

Dabei geht es nicht darum, Hunde möglichst schnell abzuleinen, sondern gemeinsam herauszufinden, wann mehr Freiheit sinnvoll und verantwortungsvoll möglich ist und wann unser Hund noch Unterstützung braucht.

Denn nicht jeder Hund muss überall ohne Leine laufen.

Aber jeder Hund verdient einen Menschen, der ihn versteht, ihn fair begleitet und gemeinsam mit ihm gute Entscheidungen trifft.


 
 

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