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Was lernt man im obligatorischen praktischen Hundekurs im Kanton Zürich?

Aktualisiert: vor 5 Stunden


Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels sollen einen vereinfachten Überblick über den obligatorischen praktischen Hundekurs im Kanton Zürich geben. Die Lernziele werden durch das Veterinäramt vorgegeben, die praktische Umsetzung und die Schwerpunkte können jedoch je nach Hundeschule unterschiedlich sein.


Seit dem 1. Juni 2025 ist der obligatorische praktische Hundekurs im Kanton Zürich für alle neuen Hundehalterinnen und Hundehalter Pflicht. Betroffen sind Menschen, die einem Hund ein neues Zuhause geben, unabhängig von Grösse oder Rasse, sowie Personen, die mit ihrem Hund neu in den Kanton Zürich ziehen.


Der Kurs darf besucht werden, wenn der Hund zwischen 6 Monaten und 10 Jahren alt ist und umfasst mindestens sechs Stunden. In diesen Lektionen werden die Lernziele des Veterinäramts Zürich vermittelt.


Muss mein Hund eine Prüfung bestehen?

Nein.

Es gibt keine klassische Prüfung. Allerdings gehört zum Kurs mehr als nur die Anwesenheit in der Hundeschule. Zwischen den einzelnen Lektionen wird das Gelernte im Alltag weiter geübt und in den darauffolgenden Stunden überprüft, ob die Lernziele schrittweise erreicht werden.


Die Kursbestätigung wird ausgestellt, wenn die vorgeschriebenen Lektionen absolviert wurden und die Lernziele erreicht sind. Falls einzelne Lernziele noch nicht ausreichend gefestigt sind, können zusätzliche Lektionen sinnvoll oder notwendig sein.


Wichtig zu wissen: Der Kurs richtet sich an die eingetragene Hundehalterin oder den eingetragenen Hundehalter. Es reicht deshalb nicht aus, wenn bei Abwesenheit einfach eine andere Person den Kurs besucht.


Was wird im Kurs gelernt?

Die Lernziele werden durch das Veterinäramt Zürich vorgegeben. Wie diese aufgebaut und vermittelt werden, kann sich jedoch je nach Hundeschule und Hundetrainerin oder Hundetrainer unterscheiden.

Jede Fachperson bringt ihre eigenen Erfahrungen und Schwerpunkte mit. Gemeinsam haben alle das Ziel, Mensch und Hund auf ihrem Weg zu einem sicheren und alltagstauglichen Miteinander zu begleiten.


In meinem Training stehen zu Beginn vor allem die Beziehung, die Orientierung und der Aufbau vom gegenseitige Vertrauen im Vordergrund. Denn ein Hund, der sich noch unsicher fühlt oder mit seiner Umwelt überfordert ist, kann viele Übungen noch nicht entspannt lernen.


Im Kurs erwartet dich unter anderem:

  • Orientierung am Menschen

  • Aufmerksamkeit und Kooperation

  • Impulskontrolle

  • Frustrationstoleranz

  • Entspannung

  • Leinenführigkeit

  • Rückruf

  • Begegnungen mit Menschen und Hunden

  • Kommunikation und Körpersprache

  • Alltagssituationen und Umweltreize


Warum wir an verschiedenen Orten trainieren

Vielleicht hast du dich schon gefragt, weshalb wir uns nicht jede Woche am gleichen Ort treffen.

Der Grund dafür ist einfach:

Hunde lernen stark über Zusammenhänge und Situationen. Vereinfacht gesagt lernen sie oft in Bildern und verknüpfen Übungen mit bestimmten Orten, Gerüchen, Menschen oder Umgebungen.


Ein Hund, der auf dem Hundeplatz zuverlässig sitzen bleibt oder an lockerer Leine läuft, kann deshalb an einem anderen Ort plötzlich wieder Schwierigkeiten haben. Das bedeutet nicht, dass er etwas vergessen hat. Vielmehr darf er lernen, das bereits Gelernte auch in neuen Situationen anzuwenden.


Deshalb trainieren wir an verschiedenen Orten und bauen unterschiedliche Alltagssituationen in den Kurs ein. Je nach Thema üben wir beispielsweise im auf Feldwegen, im Wald oder je nach Trainingsstand im Dorf.


So lernt der Hund Schritt für Schritt, dass Signale und Regeln nicht nur an einem bestimmten Ort gelten, sondern Teil des gemeinsamen Alltags sind.

Denn das Ziel des praktischen Hundekurses ist nicht ein perfekt funktionierender an nur einem Ort, sondern ein Mensch-Hund-Team, das sich in den unterschiedlichsten Alltagssituationen sicher bewegen kann.


Frustration gehört zum Lernen dazu

Viele Übungen verlangen von unseren Hunden Geduld und Selbstkontrolle. Damit ein Hund lernen kann, mit Frust umzugehen, sollte er diesen in kleinen, bewältigbaren Schritten gemeinsam mit seinem Menschen erleben dürfen.


Leinenführigkeit und Rückruf

Viele Menschen wünschen sich vor allem einen zuverlässigen Rückruf oder entspannte Spaziergänge an lockerer Leine.

Diese Fähigkeiten entstehen jedoch selten isoliert.

Ein Hund, der sich an seinem Menschen orientiert, Vertrauen entwickelt hat und gelernt hat, mit Frust und Ablenkungen besser umzugehen, bringt bereits wichtige Grundlagen mit, auf denen Rückruf und Leinenführigkeit aufgebaut werden können.


Jeder Hund ist anders

Nicht jede Rasse und nicht jeder Hund empfindet dieselben Übungen als gleich leicht oder gleich sinnvoll.


Deshalb ist es mir wichtig, den einzelnen Hund und seine Bedürfnisse zu berücksichtigen und individuelle Ansätze zu finden. Manche Wege sehen etwas anders aus als bei anderen Mensch-Hund-Teams. Entscheidend ist, dass die Lernziele erreicht werden und das Training zum jeweiligen Hund passt.


Alle Übungen werden dabei kleinschrittig und so gestaltet, dass der Hund erwünschtes Verhalten gut lernen und im Alltag anwenden kann.


Je nach Hund und Situation können dabei soziale Interaktion, Futter, Spiel oder andere individuell passende Belohnungen zum Einsatz kommen.


Ein sicherer Rahmen und gegenseitiger Respekt gehören ebenfalls dazu

Zum Zusammenleben mit einem Hund gehört jedoch nicht nur das Erlernen einzelner Übungen.

Ebenso wichtig ist es, dem Hund einen sicheren und verlässlichen Rahmen zu bieten. Hunde profitieren von Orientierung, klarer Kommunikation sowie fairen Grenzen und Regeln. Denn wie in jeder Beziehung schaffen sie Sicherheit und helfen dabei, sich im Alltag zurechtzufinden.


Grenzen bedeuten dabei nicht Härte, sondern Verlässlichkeit und gegenseitigen Respekt.

Zum Hundetraining gehört für mich auch ein rücksichtsvoller Umgang mit anderen Menschen, Hunden und unserer Umwelt. Nicht jeder Mensch möchte Kontakt zu fremden Hunden und nicht jeder Hund freut sich über jede Begegnung.


Deshalb lernen Mensch und Hund auch, Situationen vorausschauend zu gestalten, die Körpersprache besser zu verstehen und Rücksicht auf ihre Mitmenschen und die Umwelt zu nehmen.


Verstehen statt einfach nachmachen

Was mir persönlich besonders wichtig ist:

Ich möchte nicht nur zeigen wie man dem Hund ein Kommando beibringt, sondern auch dem Menschen erklären, weshalb wir etwas trainieren.


Denn nur wer versteht, kann im Alltag authentisch, fair und verantwortungsvoll handeln.

Zum Lernen gehören deshalb nicht nur Geduld und Konsequenz, sondern auch Freude, Humor und die Bereitschaft, Fehler machen zu dürfen.


Der obligatorische Hundekurs ist die Grundbasis

Sechs Stunden sind gemessen an einem ganzen Hundeleben nur ein kleiner Abschnitt.

Hundetraining bedeutet für mich weit mehr als einzelne Übungen.

Es bedeutet, gemeinsam Zeit zu verbringen.

Im Hier und Jetzt zu sein.

Neue Erfahrungen zu sammeln.

An Herausforderungen zu wachsen.

Erfolge zu feiern.


Und mit jedem gemeinsamen Schritt die Beziehung und das Vertrauen zwischen Mensch und Hund weiter zu stärken.


Denn am Ende geht es nicht darum, einen perfekt folgenden Hund zu haben.

Sondern darum, gemeinsam durchs Leben zu gehen.


Du möchtest den obligatorischen praktischen Hundekurs Zürich bei Hundetraining coole Socke absolvieren? Hier gehts zum Angebot.

 
 

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