Warum heisst mein Hundetraining eigentlich "coole Socke"?
„Coole Socke“ war ursprünglich ein Spitzname meiner Hündin.
Irgendwann wurde daraus Hundetraining coole Socke. Und heute steckt in diesem Namen ziemlich genau das, worum es mir in meinem Hundetraining geht.
Denn ja: Das Ziel darf durchaus sein, dass auch dein Hund möglichst zur coolen Socke wird.
Dass ihn nicht jede Hundebegegnung aus der Bahn wirft. Dass er lernt, mit Frust, Aufregung oder Unsicherheit besser umzugehen. Dass er sich an seinem Menschen orientieren kann und auch dann noch handlungsfähig bleibt, wenn das Leben um ihn herum gerade ziemlich viel verlangt.
Und davon verlangt unsere heutige Welt Hunden einiges ab.
Verkehr, Menschen, andere Hunde, Geräusche, enge Wege, Restaurantbesuche, öffentliche Verkehrsmittel und Erwartungen von allen Seiten, während gleichzeitig häufig vorausgesetzt wird, dass ein Hund dabei einfach entspannt funktioniert.
Nur: Nicht jeder Hund kann all diese Anforderungen gleich gut bewältigen. Manche Hunde sind unsicher, andere schnell aufgeregt oder überfordert. Und manche werden in bestimmten Situationen immer Unterstützung, gutes Management oder klare Grenzen brauchen.
Genau deshalb geht es in meinem Hundetraining nicht nur um den Hund.
Auch der Mensch darf zur coolen Socke werden.
Nicht im Sinne von „Ach, wird schon irgendwie“. Sondern als jemand, der seinen Hund lesen kann, Situationen frühzeitig einschätzt, einen Plan hat und auch unter Druck klare Entscheidungen treffen kann.
Jemand, der Orientierung gibt, verständliche Grenzen setzt, Sicherheit vermittelt und für seinen Hund einsteht, wenn dieser eine Situation gerade nicht bewältigen kann, anstatt sich ständig für ihn zu entschuldigen.
Gerade bei unsicheren oder hibbeligen Hunden kann das einen riesigen Unterschied machen.
Ob man in einer schwierigen Situation denkt: „Oh nein, was mache ich jetzt?“
oder irgendwann sagen kann: „Ich weiss, was mein Hund braucht. Wir kriegen das hin.“
Genau daran möchte ich mit meinen Mensch-Hund-Teams arbeiten.
Nicht an einem perfekten Hund. Sondern an einem Hund, der immer mehr Situationen gut bewältigen kann, dadurch mehr Lebensqualität gewinnt und an einem Menschen, der weiss, was zu tun ist, wenn es gerade noch nicht klappt.
Im besten Fall werden am Ende beide ein Stück mehr zur coolen Socke.
